OKTOBER 2008

4.10. : Heute durfte ich zum ersten Mal mit dem Jetta fahren. Da ich bisher aber immer nur Automatik gefahren bin und mich mittlerweile schon so daran gewöhnt habe, habe ich ihn auch prompt 2-mal ausgewürgt. Aber meine Gastmutter war mit meinem Fahrstil zufrieden und ich darf den Jetta nun nutzen. Heute (5.10) findet unser zweites Aupairmeeting in Chinatown Philadelphia statt. Wir wollen erst etwas durch die Stadt laufen und uns alles anschauen und dann danach gemeinsam mit der ganzen Gruppe chinesisch Essen gehen. Yummy ich habe Garnelen-Süß-Sauer gegessen beim Chinesen. Das Meeting war echt super. Danach haben wir uns noch Liberty Bell und die Love Fountain in Philly angeschaut. Am Donnerstag den 9.10 habe ich mit dem Geburtstagskind geskyped. Am Freitag den 10.10 kam mich dann meine Freundin Manuela aus New York besuchen. Am 11.10 haben Katrin, Manuela und ich einen DVD-Abend gemacht, wir haben uns Schnitzel mit Pommes gekocht und uns dann gemeinsam in meinem Zimmer vor den Fernseher gesetzt und Highschool Musical 2 angeschaut, denn am 24.10 kommt der dritte Teil davon in den USA raus und wir wollen ihn uns im Kino anschauen. Sonntag war dann Shoppen angesagt, wir sind am Morgen zu IKEA in Downtown Philadelphia aufgebrochen. Super klasse, dass es hier in der näheren Umgebung zwei davon gibt, wenn man bedenkt, dass es in den ganzen USA gerade Mal so viele IKEA gibt wie in ganz Deutschland und das ist auf die Fläche umgerechnet garnicht viel. Ich werde mich dahin wohl in meinem ganzen Jahr noch öfter verlaufen. Denn zum einen fühlt man sich da wie zuhause und zum anderen gibt es da ganz günstiges und gutes Essen, wie in Europa. Also wenn ein Aupair Heimweh haben sollte, ist IKEA genau das richtige, um sich wieder aufzumuntern. Als wir dann am Sonntag so durch die Stadt gelaufen sind haben wir plötzlich Musik gehört und sind dieser mal gefolgt, als wir dann angekommen sind, war direkt am Delaware River ein riesengroßer Truck mit Leinwand aufgebaut und es wurden das Philadelphia Eagles (Football) Spiel und am Abend auch das Phillies (Baseball) Spiel live übertragen, es war aber leider nicht viel los. Die Phillies sind jedoch momentan ziemlich gut und werden wahrscheinlich demnächst in eine höhere Liga aufsteigen. Der Phanatismus hier ist für mich echt ungewohnt. Denn selbst in der Preschool, wenn ich die Mädels mittags abhole wird zum Abschluss das Maskottchenlied der Phillies gesungen, in der Hoffnung, das es Glück bringt und die Phillies wieder gewinnen. Das ist schon echt verrückt, weil doch die Kinder alle erst so zwischen 2 und 3 Jahre alt sind. Aber so bekommen alle Amerikaner Phanatismus eingeflößt. Gestern (14.10.) habe ich dann Manuela ein bisschen was von der Stadt gezeigt, wir waren bei der Liberty Bell, sind durch die City Hall gelaufen und waren bei der Love Fountain, was auch sehr angenehm war, denn hier war es sehr heiß. Manuela ist nun weitergezogen, zu einer neuen Gastfamilie nach Midland, Virginia. Wir werden uns aber dennoch sehen, Midland ist zwar etwas über vier Stunden Fahrt weg, aber wir werden gemeinsam nach New York City an die Uni gehen. Dann kam das Wocheende, wo endlich unser Trip nach Memphis, Tennesee stattfinden sollte. Ich musst an diesem besagten Freitag, wo es los gehen sollte jedoch noch bis 15 Uhr arbeiten. Um 15 Uhr wollt eigentlich Katrin schon bei mir sein, doch leider was sie bis dahin noch nicht da und so langsam bekam ich Panik, dass wir unseren Zug an der nahegelegenen Zugstation nicht erwischen würden und somit nicht rechtzeitig am Flughafen sein würden. Meine Hostmom hat uns letztenendes zur Zugstation gefahren, jedoch hatte der Zug auch etwas Verspätung und wir mussten noch gut zwanzig Minuten warten, bis er endlich kam . Als wir dann nach einer halbstündigen Zugfahrt am Flughafen angekommen waren, druckten wir unsere Tickets aus und gingen durch den Sicherheitscheck. Da wir noch gut 1,5 Std. Zeit hatten, bis unser Flieger nach Charlotte, North Carolina abheben sollte, kauften wir uns noch etwas zu Essen uns setzten uns gemütlich an einen Tisch. Was vielleicht ein Fehler war, denn vor lauter Essen und Quatschen vergaßen wir die Zeit. Und als wir und dann auch den Weg zum Gate gemacht hatten, kam schon ein Finalcall mit unseren Namen, wir mussten aber noch von einem Ende des Flughafens zum anderen rennen, um zu unserem Gate zu kommen. Ich sage euch das war was, denn man musste ja auch noch aufpassen, dass man die anderen Leute nicht überrennt. Letzten Endes haben wir es dann noch grade so geschafft an Board zu kommen. Wir mussten aber dann im Flieger noch bis ganz nach hinten zu unseren Plätzen laufen. Naja als wir dann in Charlotte angekommen waren haben wir als erstes geschaut, wo unser Gate ist, damit wir nicht wieder von einem zum anderen Ende laufen müssen. Hier hatten wir 1,5 Std. Aufenthalt und Zeit ein paar Souveniers zu kaufen. Nun wurde es abenteuerlich, unser Gate war nämlich das aller letzte, das es in Charlotte gibt. Wir mussten nachdem wir unsere Boardingpässe gezeigt hatten, das Gebäude verlassen und ein Stück außerhalb des Gebäudes laufen, bis wir zu unserem Flieger gekommen sind. Und da es in Charlotte gerade zu dieser Zeit etwas geregnet hat, hatten wir noch den schönen Nebeneffekt, dass wir etwas nass geworden sind. Im Flieger war ich dann so müde, dass ich kurz nach dem Start in tiefe Träume verfiel und erst wieder sehr unsanft geweckt wurde, als der Flieger in Memphis aufgesetzt hat, hier mussten wir dann erstmal unsere Uhren umstellen, denn Memphis liegt in einer anderen Zeitzone. Also mussten wir unsere Uhren um eine Stunde zurück stellen. In Memphis mussten wir uns dann Nachts noch einen Shuttlebus rufen, der uns zum Hotel fahren sollte. Jedoch das Telefon, mit dem man im Hotel anrufen sollte hat nicht funktioniert und auch eine Mitarbeiterin des Flughafens konnte uns nicht wirklich weiterhelfen. Also hab ich mein Handy rausgeholt und im Hotel Bescheid gegeben, dass wir bitte abgeholt werden möchten. Nach 20 Minuten warten und nochmal 10 Minuten Busfahrt sind wir dann im Hotel angekommen, nachdem wir eingecheckt hatten sind wir beide total übermüdet in unsere Betten gefallen. Am Samstag haben wir erstmal ausgeschlafen. Um ca. 10.30 haben wir einen Shuttlebus vom Hotel nach Graceland genommen und fast den ganzen Tag bis nachmittags um ca. 14.30 Uhr dort verbracht. Als erstes haben wir uns unser Ticket gekauft. Danach hieß es dann anstellen. Ein Fotograf machte ein Foto von Einzelpersonen oder Gruppen, die man später im Set von 4 Stück für 25 Dollar hätte kaufen können. Danach bekam jeder ein Headset, über das man später dann Informationen bekam, wenn man durchs Haus gelaufen ist. Nach einer halben Stunde warten kam dann wieder ein Shuttlebus, der uns direkt zu Elvis Haus brachte. Elvis hat sich sein Anwesen im Alter von 22 Jahren für damals 100.000 Dollar gekauft. Für die Öffentlichkeit sind hier auch nur der Keller und der erste Stock zugänglich, da Elvis im Obergeschoss gestorben ist und die Familie nicht will, dass jemand dort hingeht. Es hat sich alles in allem aber echt gelohnt dort hinzufahren. Das war wieder so ein once in a lifetime (einmaliges) Erlebnis. Danach sind wir wieder zurück zur Kartenverkaufsstation gefahren und haben erst einmal etwas gegessen, da wir an diesem Morgen keine Zeit fürs Frühstück gehabt haben. Anschließend haben wir uns dann Elvis Autosammlung angeschaut. Als wir hiermit fertig waren haben wir noch seine beiden Privatflugzeuge gesehen und als allerletztes waren wir in einem Raum, der seine Zeit bei der Army und in Deutschland beschrieb. Abends waren wir dann noch gemeinsam auf der Beale Street (bekannteste Straße in Memphis mit ganz vielen Pubs, die ganze Stadt trifft sich dort) unterwegs. Am Sonntag waren wir dann morgens auf Mud Island, hier ist man mit einer Schwebebahn über einen Teil vom Missisippi gefahren. Drüben angekommen konnte man dann in einer Miniatur vom Missisippi herumlaufen und innerhalb von zwei Stunden durch 10 verschiedene Bundesstaaten der USA laufen. Danach waren wir in einem Museum, in dem Indoor ein Schaufelraddampfer nachgebaut war und in dem es auch um verschiedene Kriege auf dem Missisippi River ging. Außerdem war natürlich die Musik ein wichtiger Punkt. Anschließend sind wir mit der Schwebebahn wieder zurück aufs Festland gefahren und haben eine Backbeattour gemacht, das ist eine etwas andere Stadtrundfahrt. Hierzu steigt man in einen Bus aus ca. 1960 ein und man wird durch die ganze City gefahren und ein Tourbegleiter erzählt alles was er so zur Stadt weiß und singt dann auch noch mit Gitarrenbegleiten verschiedene Lieder von Elvis und alle Businsassen haben Rasseln, Bongos oder Tambourines und dürfen mitmachen. Ich sage euch das war ein Spaß, ich möchte es nicht missen. Am Sonntagabend hieß es für uns dann schon wieder Abschiednehmen von Memphis. Um 19 Uhr ging unser Flieger zurück nach Charlotte und von da aus zurück nach Philadelphia. Montag morgens bin ich dann total übermüdet um 2 Uhr nachts ins Bett gefallen. Zum Glück konnte ich am Montag erstmal ausschlafen. Am Donnerstag den 23.08 hatte Susan eine Jewlry Party organisiert und jedemenge Freunde eingelanden. Auch ich hatte Katrin und Vici zu Besuch. Nachdem wir die vielen Schmuckstücke bestaunt hatten und auch einiges bestellt haben. Haben wir uns dann auf mein Zimmer zurück gezogen, um Vici die Fotos und Videos von Memphis zu zeigen. So verging der Donnerstagabend. Am Freitag hatten dann die Zwillinge Geburtstag. Eigentlich wollten uns Susans Eltern übers Wochenende besuchen kommen, da ihre Mutter jedoch unerwartet Krank wurde sind sie zu Hause geblieben. Wir haben dann über Skype mit ihnen gesprochen und es gab abends noch ein paar Muffins bevor die Mädels ins Bett mussten. Am Samstag fand dann eine kleine Party für die beiden statt. Es gab Muffins und allerlei Süßigkeiten. Zu Besuch waren Pats Schwester Paula mit Tochter, Pats Mutter und Susans Freundinnen Colleen und Melanie mit Tochter. Abends haben wir uns dann Pizzas bestellt. Leider passierte an diesem Tag nicht nur gutes. Ich habe mir die Grippe eingefangen und kämpfe mit Fieber und Kopfschmerzen. Sophie ist von der Bank gefallen während sie ein Gummibärchen gekaut hat und hat sich die Unterlippe durchgebissen, es hat ziemlich geblutet und wir waren uns nicht sicher ob sie ins Krankenhaus muss. Es hat aber dann wieder aufgehört und so hat Susan entschieden, dass sie nicht mir ihr ins Krankenhaus fährt. Also bisher ein ziemlich spannender Oktober, mal sehen was kommenden Freitag noch so alles los ist, da ist nämlich Halloween. Am 29.10 haben die Phillies die World Series gewonnen, man war hier was los. Ich bin extra abends nach der Arbeit noch mit zwei Mädels in ein Viertel mit ganz vielen Bar gegegangen, um uns alles anzuschauen. Nach dem Spiel war da echt was los und ihn der Stadt auch. Am Halloweenmorgen fand dann eine große Parade zu Ehren des Teams statt. Hierzu befanden sich mehr als 2 Millionen Menschen in Downtown Philadelphia auf den Straßen, mehr Menschen, als Philadelphia Einwohner hat. Sogar das öffentliche Verkehrsnetz der U-Bahn ist zusammengebrochen und sie waren nicht mehr in der Lage, so viele Menschen zu befördern. Halloween war hier ganz schön, nur leider da wir am Ende einer Starße wohnen kam niemand zum Trick or Treaten vorbei. Also hab ich dann beschlossen zu meiner Freundin zu gehen und wir sind dann gemeinsam mit ihren Gasteltern und ihren drei Gastbrüdern zum Trick or Treaten losgezogen. An jedem Haus gab es Süßigkeiten, selbst für uns Erwachsene, da wir ja verkleidet waren. Ein Nachbar dort hatte sogar einen Gruselirrgarten rund um sein Haus aufgebaut, durch den man erst durch musste, bevor man was Süßes bekommen hat. Da sind dann schwarz gekleidete Personen ganz unerwartet aus irgedwelchen Büschen hervorgesprungen und haben uns erschreckt. Am Abend sind dann noch 2 weitere Mädels zu mir gekommen und Katrin und ich hatten etwas zu Essen vorbereitet. Wir sind also erst einmal noch ein bisschen durch die Nachbarschaft gezogen, bis uns eiskalt war. Dann sind wir zurück auf mein Zimmer und haben erstmal einen Mitternachtssnack verspeist. Anschließend haben wir noch bis 2 Uhr nachts eine DVD geschaut. Das war mein Oktober, denn als ich die Mädels zum Teil dann nach Hause gefahren habe, war es ja schon November.

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